Schlacht bei Pułtusk
Polnische Kampagne (Vierte Koalition) · Pułtusk, Masowien (heutiges Polen)
Zusammenfassung
Bei extremen Wetterbedingungen stand Lannes bei Pułtusk einer zahlenmäßig überlegenen russischen Armee gegenüber. Obwohl Bennigsen heftig angegriffen wurde, weigerte er sich, sich sofort zurückzuziehen und kämpfte den ganzen Tag. Bei Einbruch der Dunkelheit zogen sich die Russen geordnet zurück, aber beide Seiten errangen den Sieg.
Historischer Kontext
Napoleon glaubte, die Russen seien auf dem vollständigen Rückzug, doch sie leisteten starken Widerstand. Pułtusk zeigte die russische Hartnäckigkeit und die Schwierigkeit, in einem Winterkrieg in Osteuropa einen entscheidenden Sieg zu erringen.
Taktik
Lannes griff das russische Zentrum mit Artillerieunterstützung an, aber Schnee und Schlamm verhinderten wirksame Flankenmanöver. Bennigsen behielt eine dichte Verteidigungslinie bei. Beide Seiten kämpften frontal ohne entscheidenden Durchbruch.
Folgen
Die Schlacht verlangsamte vorübergehend die französische Offensive in Polen. Napoleon erkannte, dass die Russen bereit waren, standhaft zu bleiben und zu manövrieren. Der Winterfeldzug versprach langwierig und anstrengend zu werden und führte wenige Wochen später nach Eylau.