Schlacht bei Lübeck
Krieg der Vierten Koalition · Lübeck, Hanse (heutiges Deutschland)
Zusammenfassung
Um der Einkesselung zu entkommen, versuchte Blücher, in Lübeck, einer freien und neutralen Stadt, Zuflucht zu suchen. Die Franzosen drangen trotz Protesten der Behörden in die Stadt ein und kämpften auf den Straßen. Die Kämpfe waren heftig und endeten mit der Kapitulation Preußens.
Historischer Kontext
Nach den Niederlagen bei Jena und Auerstedt und aufeinanderfolgenden Kapitulationen (Prenzlau, Pasewalk) versuchte Blücher, sich über Lübeck den schwedischen Streitkräften anzuschließen. Doch das französische Korps rückte schnell zusammen und hinderte ihn daran, die Trave zu überqueren.
Taktik
Bernadotte griff von Westen an, während Murat die Stadt umzingelte. Französische Truppen lieferten sich Straßenkämpfe von Haus zu Haus. Artillerie wurde eingesetzt, um improvisierte Verteidigungsanlagen zu zerstören. Blücher versuchte Durchbrüche, wurde aber an allen Fronten zurückgeschlagen.
Folgen
Die Niederlage bei Lübeck vollendete die Vernichtung der preußischen Armee. Blücher musste sich zwei Tage später bei Ratekau (7. November) ergeben. Preußen war nun militärisch neutralisiert. Der Feldzug verlagerte sich dann auf Polen gegen die Russen.