Schlacht an der Alma
Krimkrieg · Alma-Fluss, Krim (Russisches Reich)
Zusammenfassung
Die Schlacht an der Alma war das erste große Landgefecht im Krimkrieg. Sie stellte die französisch-britisch-osmanische Armee den russischen Truppen von General Menschikow gegenüber, die auf einer strategischen Höhe nördlich des Alma-Flusses verschanzt waren. Ziel war es, die Straße nach Sewastopol freizugeben. Während die Briten das Zentrum der russischen Linien angriffen, überquerten die Franzosen den Fluss nach Westen und erklommen entscheidende Höhen. Der Sieg war kostspielig, aber vollständig und zwang die Russen zum Rückzug in Richtung Sewastopol.
Historischer Kontext
Der Krimkrieg stellte Russland einer Koalition entgegen, zu der Frankreich, das Vereinigte Königreich, das Osmanische Reich und später Piemont-Sardinien gehörten. Die Alliierten landeten im September 1854 in Eupatoria. Die Streitkräfte rückten in Richtung Sewastopol vor, um die russische Schwarzmeerflotte zu neutralisieren. Der Fluss Alma bildete die erste russische Verteidigungslinie. Saint-Arnaud befehligte den linken Flügel der Franzosen, während Lord Raglan die Briten in der Mitte dirigierte.
Taktik
Die Russen waren auf den Höhen gut positioniert und hatten eine dominierende Artillerie. Französische Truppen, unterstützt von Fußjägern und Zuaven, führten auf dem linken Flügel ein kühnes Manöver durch, das durch eine wenig bekannte Furt führte. Dieses Überraschungsmanöver ermöglichte es, feindliche Stellungen rückwärts einzunehmen. Die stärker exponierten Briten erlitten schwere Verluste, hielten aber den Druck aufrecht. Die Koordination zwischen den Verbündeten blieb unvollständig, aber die Überraschung der Franzosen war entscheidend. Die französische Artillerie spielte eine wichtige Rolle bei der Freigabe der Situation.
Folgen
Der Sieg bei Alma öffnete den Weg nach Sewastopol, dem Nervenzentrum der russischen Schwarzmeerflotte. Es markierte das Prestige der französischen Truppen, insbesondere der Zuaven-Einheiten und der kaiserlichen Garde. Der schwerkranke Saint-Arnaud starb jedoch kurz darauf und wurde durch General Canrobert ersetzt. Der Ausgang der Schlacht verdeutlichte auch die Schwäche des russischen Kommandos und die Notwendigkeit längerer Maßnahmen zur Einnahme Sewastopols, was zu einer langen Belagerung führte. Als Symbol für Tapferkeit im modernen Krieg gelangte Alma in die militärische Fantasie Frankreichs.